„A Dswiebldreedä bin iech gern“

„Zwiebeltreter“ ist der noch immer gültige Spitzname aller Bamberger. Er geht auf den stark prägenden Gärtnerstand zurück, der unter anderem auch Zwiebeln anbaute.

Man trat die „Schlutten“ (das Grün) der Zwiebeln um den Margaretentag (20. Juli) hinunter, damit der Saft nicht ins Kraut schoss, sondern in der Frucht blieb und sich diese besser entfalten konnte. Heute bauen nur noch wenige Bamberger Gärtner die Zwiebel an, da Großproduzenten billiger liefern.

Obwohl sich die Bamberger Zwiebel (klein und birnenförmig) durch würzigen Geschmack und einen besonders hohen Gehalt an ätherischen Senfölen auszeichnet, hat sich die ergiebigere „Metzgerzwiebel“ (groß und rund) durchgesetzt. 

(Wolfgang Wussmann)